Ertragsaussichten

Aktienerträge entstehen aus der Differenz zwischen dem Kauf und Verkauf. Unterschiedlich hohe Renditen, können auch aus den Gebühren entstehen.

Aktien waren noch nie die Sache der Deutschen, zumindest im Vergleich zu anderen Ländern, sind wir sehr zurückhaltend. Aktienfonds hingegen werden von den deutschen Anlegern, wegen der breiten Streuung und dem dadurch bedingten geringerem Risiko, gerne als Geldanlage genutzt. Im kommenden Jahr, wird sich die Situation voraussichtlich ändern, denn durch die ab 01.01.2009 geltende Abgeltungssteuer, werden sich noch weniger für Aktien interessieren. Egal wie hoch die Ertragsaussichten sind, 25% Steuern vom Ertrag an den Staat abzugeben, ärgert die meisten Anleger. Der Körperschaftssteuersatz wurde zwar reduziert, aber nicht in dem Maße um die Abgeltungssteuer auszugleichen.

Die Ertragsaussichten sind nach wie vor gut, zumindest, wenn es sich um längerfristige Anlagen handelt. Zu beachten ist allerdings, das die Depotgebühren, Verwaltungsgebühren usw. von den Erträgen abgezogen werden müssen, um die Rendite zu ermitteln. Unterschiedlich hohe Renditen, können schon aufgrund von unterschiedlich hohen Gebühren entstehen. Bei den Gebühren gibt es zum Teil gravierende Unterschiede, deshalb sollte man vor dem Kauf von Aktien auch die Nebenkosten unter die Lupe nehmen.

In der Regel führen niedrige Zinsen zu einem höheren Kurs-Gewinn-Verhältnis wodurch schwächere Ertragsaussichten ausgeglichen werden. Wenn der Kurs einer Aktie fällt, sollte man nicht gleich an Verkauf denken. Die Kurse fallen und steigen ständig und die meisten Anleger kaufen die Aktien bei fallenden oder niedrigen Aktienkursen, weil dann die Aktienerträge eher zu erwarten sind. Ertragsaussichten, die jenseits vom normalen Sparzins liegen sind meistens auch mit einem höheren Risiko verbunden.

Sollte der Kurs einer Aktie allerdings übermäßig fallen, kann es sinnvoll sein, die Ertragsaussichten des jeweiligen Unternehmens genauer zu prüfen.