Anlagezins und Inflationsrate

Der Anlagezins, minus der Inflationsrate, ergibt den Realzins. Ein hoher Anlagezins, kann gleichzeitig ein niedriger Realzins sein, wenn die Inflationsrate hoch ist.

Der Realzins wird errechnet, indem vom Anlagezins die Inflationsrate abgezogen wird. Niedrige Zinsen, erscheinen zwar auf den ersten Blick wenig attraktiv, sie spiegeln aber eine niedrige Inflationsrate wider. So kann ein niedriger Anlagezins, durch eine niedrige Inflationsrate, einen höheren Realzins zur Folge haben, als ein hoher Anlagezins.

Für den Sparer ist immer der Realzins entscheidend. Bei einer niedrigen Inflationsrate bleiben die Ersparnisse auch dann noch erhalten, wenn sie gering verzinst werden. Bei einem hohen Anlagezins und einer höheren Preissteigerungsrate ist genau das Gegenteil der Fall. Der Realzins, kann so stark fallen, das die Anleger Verluste machen.

Da die Zinsen immer auf Berg- und Talfahrt sind, sollte man seine Anlagen zwar im Auge behalten, aber nicht voreilig veräußern. Die Talfahrt dauert zwar zur Zeit lange an aber die Zinsen werden sich wieder erhöhen, auch wenn es voraussichtlich noch eine Weile auf dem Tiefstand bleiben wird.

Für alle, die vorhaben ein Eigenheim zu erwerben oder zu bauen, ist das Zinstief der richtige Zeitpunkt. Die Hypothekenzinsen sind auf einem niedrigen Stand und sorgen dafür, dass die Belastungen nicht zu hoch werden. Im Vergleich zu den Raten- und Überziehungskrediten, gehen die Hypothekenzinsen in der Regel mit dem Zinstrend und sind dementsprechend in den letzten Jahren kontinuierlich gesunken. Bei den Raten- und Überziehungskrediten, haben sich in die Zinsen in den letzten Jahren, trotz gesunkener Zinsen, zum Nachteil für die Verbraucher, kaum verändert. Für Sparguthaben werden allerdings nur sehr niedrige Zinsen bezahlt, die der Inflationsrate nicht standhalten können.